Lesung Amadeus Café 15.11.2013

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Statt Theater

Programm Statt Theater

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Exclusiver Kurzkrimi

Mord am Pool?

Und wieder ist was passiert!

Der Anrufer bei der Kripo hat nur gesagt, dass beim Nachbarn im Pool ein Toter schwimmt.

Wegen der Geschichte im Villapark hätte die Mannschaft vom Hauptkommissar Köstlbacher ja eigentlich mehr als genug zu tun. Aber so einen Toten, den kannst du nicht einfach im Pool warten lassen, nur weil vielleicht gerade wichtiger Vernehmungstermin.

Vom Präsidium bis nach Prüfening, das schaffst du auch mit Blaulicht am späten Nachmittag nicht unter 10 Minuten. Drum sind der Kommissar Liebknecht und der Köstlbacher auch nicht als erste vor Ort. Zwei uniformierte Kollegen erwarten sie schon und die von der Spurensicherung, die  zeitgleich mit ihnen eintreffen, und führen sie ums Haus herum zu dem Pool im kleinen Garten dahinter.

Dem Liebknecht, das wirst du dir schon denken, dem fallen fast die Augen aus dem Kopf, wie der auf dieser kastanienbraunen Holzliege am Poolrand die schlanke, junge Blondine liegen sieht, deren Haut farblich vom Holz der Liege nicht zu unterscheiden ist, und deren blauer Bikini exakt dem Blau des Wassers gleicht. Die Augen hat sie geschlossen. Ein Blick auf den Bacardi im Eiskübel auf dem kleinen Tischchen in Reichweite  genügt, den ›Tiefschlaf‹ der Badenixe zu erklären, aus dem sie auch der aufkommende Trubel um sie herum nicht aufwecken kann.

»Sieht mir eher nach einem Unfall aus!«, meint Kommissar Leichtinger von der Spurensicherung und deutet auf den Toten, der bis auf seine Badehose nackt mit dem Gesicht nach unten im Wasser treibt, das rund um seinen Kopf eine rote Farbe angenommen hat. »Vermutlich ist er ausgerutscht. Sehen Sie hier die Blutspur?«

»Hm!«, meint der Köstlbacher dazu nur, weil der eine ganz andere Meinung.

Eines musst du wissen, der Köstlbacher sieht alles einfach aus einer ganz anderen Dings. Und da ist ihm natürlich sofort aufgefallen, dass ein drittes Glas auf dem Tischchen neben dem Bacardi  im Eiskübel steht. Mit einem Wink macht er den Liebknecht darauf aufmerksam. Der reagiert erstaunlich professionell, obwohl er in Gedanken immer noch bei dieser Blondine und so. Unbemerkt verschwindet er über die offene Terrassentüre im Haus. Es dauert höchstens zwei/drei Minuten, da ertönt ein lauter Schrei und der Liebknecht stürzt blutend aus dem Haus.

»Das Biest hat mich gebissen!«, schreit er und streckt zum Beweis seine Hand dem Köstlbacher hin.

Bestimmt denkst du dir jetzt, dass mit dem Biest eine Frau gemeint sein muss, die vermutlich den Mann im Pool, du weißt schon. Aber da muss ich dich enttäuschen. Den Liebknecht hat zwar tatsächlich schon einmal eine Frau gebissen, aber nicht in die Hand. Obwohl’s an der anderen Stelle sogar noch mehr weh getan hat. Aber diesmal ist‘s eine wild gewordene Katze gewesen, die sich vom Liebknecht vermutlich angegriffen gefühlt hat, wie der hinter den Vorhang gegriffen hat, wo sie auf dem Fensterbrett ein Nickerchen und so.

Irgendwie achtet keiner drauf, woher sie kommt, weil die Kollegen von der Spurensicherung gerade dem Liebknecht seine Bisswunde verarzten, aber auf einmal steht sie mitten unter ihnen.

»Ist er tot?«, fragt sie.

»Haben Sie ihn getötet?«, fragt der Köstlbacher, ohne auf sie einzugehen.

»Ich hatte nie den Mut dazu!«, antwortet sie. »Nicht einmal den, um die zu töten!«, fügte sie noch hinzu und deutete dabei auf die Schöne auf der Liege.

 

Natürlich muss so eine Aussage noch auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden, was glaubst du. Aber eines kann ich dir jetzt schon verraten, alles war da herausgefunden werden wird, ist nur ein Haufen schmutziger Wäsche. Und der Kommissar Leichtinger wird am Ende Recht bekommen mit seinem: ›Sieht mir eher nach einem Unfall aus!

© Paul Fenzl (28.08.2012)

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Protagonisten via Facebook gecastet

Protagonisten via Facebook gecastet

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Martin Heiders Beitrag zum Kommissar Köstlbacher

Link zum Lied

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Artikel der MZ

Paul Fenzl lässt die Mörder tanzen

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Interview der freien Journalistin Conny

http://www.connywelt.de/2013/im-gesprach-mit-paul-fenzl-aller-spannenden-geschichten-sind-es-vier/

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Spannender Artikel im Filter

Link zum Artikel der Zeitschrift "Filter"

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Mittelbayerische Zeitung, 24.04.2013 Seite 23

Autor Paul Fenzl las im Staimerhaus aus seinem Regensburg-Krimi “Köstlbachers Alptraum”.

Schönhofen. Bei der aktuellen Ausstellung mit Werken von Karin Schweiger organisierte der Verein für Kultur und Brauchtum Nittendorf eine Lesung mit dem Autor Paul Fenzl. Er las im Staimerhaus aus seinem Buch “Alptraum: Köstlbachers dritter Fall” und lockte viele Interessierte an. Bevor Fenzl zu lesen begann, stellte er seine anderen Bücher vor.
“Köstlbachers Alptraum” ist ein außergewöhnlicher Krimi. Fenzl wendet sich darin, begleitend kumpelhaft, direkt an den Leser. Als würde er mit ihm versuchen, den Fall noch vor dem Kriminalkommissar Köstlbacher, aufzuklären. Der Leser erfährt zwar einiges über gewisse Hintergründe, was jedoch im Vergleich den Wissensstand hinsichtlich der Aufklärung des Mordfalls nicht übersteigt. Das aber beflügelt den Leser und macht ihn umso neugieriger. Mit diesem klugen psychologischen Zug hält der Autor den Leser in der Hoffnung, doch noch wesentlich mehr als der Kriminalkommissar erfahren zu können, was allerdings nicht geschieht.
Gleichzeitig aber erreicht Fenzl damit, dass der Leser sich unbewusst mit dem Kommissar identifiziert und die Ermittlungen beinahe aus seiner Sicht wahrnimmt bzw. bis zur Auflösung der Geschichte zwangsläufig mit ihm denkt und sein Schatten bleibt. Die Ungewissheit der verwobenen Handlung macht den Roman vom Anfang bis zum Ende sehr spannend, das erlebten auch die Zuhörer im Staimerhaus. Sie mochten die Sprache der kurzweiligen Dialoge der sehr gut ausgearbeiteten Figuren.
“Köstlbachers Alptraum” spielt an authentischen Orten in Regensburg. Da den Zuhörern die Plätze und Straßen bekannt sind, meint man selbst diese Straßen zu durchlaufen und am Geschehen beteiligt zu sein. Für diejenigen, die Regensburg nicht so gut kennen, war es trotzdem aufregend.
Nach der Lesung gab es viele Komplimente an Paul Fenzl für seine Scharfsinnigkeit, die akribische Recherche, sein Feingefühl und die kriminalistische Kompetenz. “Die Buntheit und die Vielschichtigkeit des Romans machen ihn interessant”, erklärte einer der Zuhörer.

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Mittelbayerische Zeitung, 07.05.2013, Seite 34

Spannend und skurril

Lesung Autor Paul Fenzl war im Tinten-Fassl zu Gast.

Schachendorf. Der bekannte Regensburger Autor Paul Fenzl ist im Literaturcafé Tinten-Fassl in Schachendorf zu Gast gewesen. “Ein wirklich außergewöhnliches Wochenende liegt hinter uns”, bilanzierte Gabi Kiesl den Besuch. Das Publikum folgte nach ihren Angaben begeistert Fenzls “Darbietungen”. Und: Auch beim jüngsten Künstlermarkt waren einige Café-Gäste ganz vertieft in ihr gerade erworbenes Buch “Köstlbachers Albtraum”, wie sie schreibt. Der Autor rückt in dem Werk sein geliebtes Regensburg in skurriler, spannender und dennoch humorvoller Art und Weise ins Zentrum des Geschehens. Polizeihauptkommissar Edmund Köstlbacher mausert sich dabei von Buch zu Buch mehr und mehr zu einer liebenswerten, menschlichen Figur. Seine Marotten und sein Familienleben verhindern, dass ihn der Leser auf einen reinen Ermittler reduziert. Alles in allem sieben Krimis sind in der Reihe angedacht. “Köstlbachers Albtraum” war der dritte, Nummer vier (“Tod einer Tanzschülerin”) ist gerade auf den Markt gekommen.

Paul Fenzl signierte am Ende der Lesung seine Bücher.

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